Kathmandu mit Kindern – 5 einfache Tipps wie euer Urlaub zum Vergnügen wird

Kathmandu mit Kindern, dass kann ganz schön abenteuerlich sein. Sich im Großstadtdschungel zurecht zu finden, von den Deutschen Standards zu verabschieden und dazu noch mehr zu erleben, als von Mahlzeit zu Mahlzeit zu hechten erfordert einiges an Planung.

Ausblick auf Kathmandu, Smog liegt über der Stadt. Die Sonne scheint
Aussicht auf Kathmandu

Wir haben Kathmandu im Dezember 2019 besucht, da waren unsere Kids 11 Monate und 2 Jahre alt. Gerade mit kleinen Kindern, kann so ein Urlaub im Paradies schnell zu einem Albtraum werden. Um das zu verhindern habe ich euch unsere Survivial Tipps in Kathmandu zu einer praktischen Liste zusammengefasst. Und das beste: Alles on a budget!

1. Die richtige Unterkunft

Für uns war die Wahl der Unterkunft der erste, wichtige Schritt um schon entspannt in den Urlaub zu starten. Dabei legt man als Familie mit kleinen Kindern ja nochmal auf ganz andere Dinge Wert, als als Alleinreisende oder Familien mit älteren Kindern. Wir haben uns deshalb auf diese Punkte festgelegt:

  • Bettensituation
  • Platz
  • Hygiene
  • Ausstattung
  • Lage
  • Preis

Da unsere Kinder daran gewöhnt sind im Familienbett zu schlafen lag unser Fokus neben Budget und Hygiene ganz klar darin, wie wir unsere Schlafsituation so stressfrei wie nur möglich gestalten konnten. Außerdem sollte das Zimmer eher ruhig gelegen sein und eine Ausweichmöglichkeit für uns Erwachsene bieten, sodass wir die Abende auch ohne Kinder ausklingen lassen konnten.

Kathmandu mit Kindern bedeutet auch, ein Familienbett muss her. Ein Queensize Bett und ein Einzelbett sind schnell zusammengeschoben und ergeben Platz für 5 Personen
Auch im Urlaub ist das Familienbett nicht wegzudenken.

Ebenso war uns der Platz wichtig, denn wer mit Wickelkindern reist, der bringt einiges an Gepäck mit sich. Bei der Auswahl der Unterkunft suchten wir also eher nach einem kleinen Apartment, als nach einem schicken Hotelzimmer. Mit einer Küchenzeile ausgestattet konnten so auch kleine Mahlzeiten zubereitet werden und Tee.

Bei der Lage sollte man sich bewusst sein, dass Kathmandu mit rund einer Millionen Einwohnern keine verschlafene Kleinstadt ist: hier tobt das Leben und die Lautstärke der ganzen Roller, Autos und Menschen darf nicht unterschätzt werden. Trotzdem wollten wir relativ zentral unterkommen, um uns weite Wege zu Märkten und Sehenswürdigkeiten zu sparen. Und das ganze dann auch noch Low Budget- die eierlegende Wollmilchsau.

Gefunden haben wir sie trotzdem! Am Rand von Thamel, Kathmandus Touristenzentrum wurden wir herzlich Empfangen. Thamel Backpackers Home bot uns nicht nur ein Apartment, in dem mit zwei kleinen Handgriffen ein großes und gemütliches Familienbett entstand. Das Personal war herzlich und zugewandt, man achtete immer darauf, dass wir alles hatten. Das Apartment hat einen direkten Zugang zur Dachterasse und ist das einzige Zimmer auf der Etage. So war es immer schön ruhig und wir konnten Abends auf der Terasse sitzen und waren trotzdem in hörweite. Für rund 20 EUR/Tag nicht die günstigste, doch die für uns passendste Unterkunft.

2. Der Flug

So ein 12 Stunden Flug ist als Einzelperson schon anstrengend, mit kleinen Kindern kann er sich anfühlen wie drei Tage. Pro Tip: fliegt zwei Stunden nach Schlafenszeit. Das ist zwar für die Eltern wesentlich anstrengender, die Kinder werden aber den Flug verschlafen und fast ohne Jetlag in Nepal ankommen.

Wir haben uns ausserdem für einen Flug mit Zwischenstop entschieden. Die erste Aufregung ging so auf dem Flug nach Istanbul verloren. Wir konnten vor Ort nochmal aufatmen, etwas essen und die Kinder durch den Flughafen jagen. Auf dem Hauptflug waren sie so entspannter und hatten nicht den dringenden Wunsch wach zu bleiben um ja nichts zu verpassen.

Für die Wachphasen solltet ihr euch mit ausreichend Snacks und Getränken ausstatten. Informiert euch vor eurem Flug, die meisten Fluggesellschaften lassen Lebensmittel für Kinder ohne Probleme zu. So hatten wir immer eine Rohkostauswahl und für den Härtefall eine Box mit Naschkram um die Finger beschäftigt zu halten. Da wir nicht wussten, wie es in Kathmandu mit Kinderessen aussieht, hatten wir auch eine kleine Auswahl an haltbaren Lieblingssnacks dabei um uns Zeit zu verschaffen etwas zu finden, was denn Kids auch schmeckt.

Jedes unserer Kinder wurde mit einem Rucksack ausgestattet*, in dem neben den Snacks auch Spielzeug, Medien, Feuchttücher und eine kleine Decke verstaut wurden. Ein absoluter Game Changer waren die kabellosen Kopfhörer für Kinder*, die wir easy mit unseren Geräten oder den Kindertablets verbinden konnten.

3. Kathmandu mit Kindern- aber ohne Buggy

Zu beginn unserer Reise haben wir uns immer wieder gefragt, ob wir nicht doch besser einen Buggy oder Bollerwagen mitnehmen. Letztlich haben wir uns dagegen entschieden und spätestens als wir im Shuttle, dass uns zu unserer Unterkunft brachte, durch die Gassen fuhren, waren wir dankbar.

Ein Schäferhund steht in den Straßen von Kathmandu. Die Straßen sidn aufgerissen und beschädigt. Es liegt Schutt und Dreck überall.
Die Straßen von Kathmandu

Die Straßen, so wie wir sie aus Deutschland kennen, mit ordentlichem Bürgersteig und Wegen sind schlichtweg nicht vorhanden. Vielmehr gleicht es einem Abenteuer sich seinen Weg zu suchen, ohne dabei mitten auf der vielbefahrenen Straße oder in ein Loch zu stürzen. Dazu kommen Trümmer, Müll und Dreck, die leider überall und in jeder Gasse zu finden sind.

Um die kleinen Beinchen zu entlasten und auch um die Kinder vor dem Verkehr zu schützen griffen wir deshalb regelmäßig zu Trage und Tuch. Anders als in Deutschland fanden die Einheimischen diese Art die Kinder bei sich zu tragen Großartig und man wurde schnell in sehr nette und liebevolle Gespräche über Kinder und Erziehung verwickelt. Kathmandu mit Kindern- aber ohne Buggy ist eine absolute Empfehlung unsererseits.

Sandy von hinten mit Lenchem im Oscha Tuch. Julez hat sie vor sich auf dem Arm, SIe laufen durch eine Gasse. Das Tuch ist Grün, Orange und Rot.

Auch im Bereich des Flughafens, bei Ausflügen oder Menschenansammlungen war es für uns einfacher, die Kinder nah am Körper zu tragen. Sie forderten es selbst auch immer wieder ein und auch für weitere Urlaube ist unser wichtigstes Accessoire die Tragehilfe bzw. für mich meine Tücher.

4. Kinderessen in Kathmandu

Die nepalesische Küche ist stark angelehnt an die indische und glänzt mit reichhaltigen Currys und kräftigen Gewürzen. Für einen Urlaub in Kathmandu mit Kindern bedeutet das, dass man mitunter kreativ werden muss bei der Essensauswahl. Unsere Kinder essen gerne scharf und sind die Asiatisch-indische Küche schon von zu Hause aus gewohnt. Daher war es kein Problem für sie in den Garküchen udn Restaurants etwas zu essen zu finden.

Für Urlauber mit Kindern, die würziges Essen nicht gewohnt sind bieten sich neben Dal Bhat, dem nepalesischen Nationalgericht, immer Momos an. Momos sind kleine Teigtaschen gefüllt mit Gemüse oder Fleisch. Man findet sie an jeder Ecke und nicht nur die Kinder konnten dieser Leckerei nur schwer widerstehen.

Auf einer Platte angerichtet das nationalgericht Nepals- Dal Bhat. Man sieht Reis, Gemüsecurry, Dal, Butterschmalz, Salat und Brot.
Dal Bhat- das Nationalgericht, wird mit verschiedenen Currys und Chutneys serviert. Dazu gibt es Reis.

Eine vegetarische Ernährung ist in Kathmandu, in ganz Nepal, sehr leicht und reichhaltig. Wer sich vegan ernährt wird jedoch Probleme haben. Den meisten Gerichten ist Butterschmalz beigefügt und auch sonst stehen Milchprodukte hoch im Kurs. Etwas, was Kathmandu mit Kindern wieder zu gute fällt: es gibt überraschend leckere Eiscreme.

Unsere Kids waren große Fans des Nationalgetränks und auch wir wussten den Milktea, den es absolut überall gibt und den man gerne auch von Spontanbekanntschaften angeboten bekommt sehr zu schätzen. Doch Vorsicht! Milktea wird auch Basis von schwarzem Tee gekocht und ist dadurch koffeinhaltig.

5. Ausflugtipps in Kathmandu mit Kindern

Kathmandu bietet für Kinder eine unglaubliche Vielzahl an Aktivitäten. Alle Altersklassen kommen dabei auf ihre Kosten und können sich austoben. Parkanlagen, Action oder Kultur- Kathmandu mit Kindern bietet ein großes Angebot auch für Eltern, vor allem aber Entschleunigung, denn mit Kindern ticken die Uhren nunmal anders. Unsere liebsten Ausflugsziele habe ich euch zusammengefasst::

  • Garden of Dreams
    • In den Gärten „Garden of Dreams“ kann man Herrlich entspannen. Unserer Meinung nach ist es die schönste Grünfläche in mitten von Kathmandu, mit Kindern ein Traum, denn hier können sie sich frei Bewegen, im Wasser planschen und durch die übersichtliche Fläche können auch die Eltern zur Ruhe kommen.
  • Stupa von Bodnath
    • Die beeindruckende Stupa ist immer eine reise Wert doch Achtung: der Aufstieg ist beschwerlich. Wahrend die Eltern die kulturellen Aspekte eines besuchs der Stupa geniessen erfreuen sich Kinder an den bunten Fähnchen und Gebetsmühlen.
  • Chandragiri Hills
    • Wer Kathmandu mit Kindern besucht kommt um die Chandragiri Hills nicht drumherum. Neben Kletterwänden punktet der Ort mit gigantischen Spielplätzen und einer Aussicht zum niederknien.

Nepal und Kathmandu mit Kindern- verkanntes Reiseziel

Wer an Nepal denkt, der denkt vielleicht, dass es kein optimales Reiseziel für Familien ist. Doch wir widersprechen da vehement. Kathmandu mit Kindern bietet ein ebenso großes und vielfältiges Erlebnis, wie für Alleinreisende.

Die Nepalesen sind zugewandt und freundlich, man hat sofort ein Gespräch und wird gerne mal zu Milktea und Gebäck in die Häuser gebeten- ganz ohne Hintergedanken. Lässt man sich darauf ein lernt man nicht nur spannende Persönlichkeiten kennen sondern auch die Kinder finden schnell Anschluss und Spielgefährten. Wir haben den Umgang mit unseren Kindern wie auch mit uns zu keiner Zeit als aufdringlich oder störend Empfunden. Es war eine herzliche Stimmung und es wurde viel gelacht.


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