Und dann wurde es still…

Lange habe ich nicht mehr geschrieben, war so beschäftigt mit leben und lieben und lachen. Mit den grossen und kleinen Katastrophen, die das Leben für einen bereit hält. Bin versunken in einem Berg aus Papieren um Hilfe für unsere Knatschi zu bekommen, musste neues lernen und habe im kalten Wasser zu schwimmen gelernt.

Und dann wurde es still. Die Welt blieb stehen oder vielleicht auch nur ich, alles drehte sich und gleichzeitig wurde die Zeit für einen kurzen Moment angehalten. Tränen vor Freude liefen unentwegt, als ich die frohe Botschaft an meine Mädchen verkünden durfte. „Ihr seid grosse Schwestern jetzt, wir bekommen ein Baby.“

Und schon rennt die Zeit wieder, die Welt dreht sich weiter und mit Ihr kommen und gehen auch die grossen und kleinen Katastrophen wieder. Das ist okay. Wir gehen mit, finden unseren Flow und wachsen mit unseren Aufgaben. Und mit Ihnen wächst etwas in mir. Ein letztes Wunder.

Natürlich könnte ich jetzt sagen, dass ich es total geniesse und die Schwangerschaft zelebriere. Das habe ich mir auch vorgenommen, ehrlich, aber der Realität ins Auge blickend kann ich sagen, dass man mit zwei noch sehr kleinen Kindern, einer Altbaurenovierung und einer Selbstständigkeit alles tut, aber nichts zelebriert. Doch entgegen meiner Erwartungen habe ich trotz allem Zeit für mich und das Baby, nicht weil sie vom Baum fällt sondern weil ich sie mir nehme. Es sind die kleinen Momente, die Ruhe der Einschlafbegeleitung, der erste Schluck heissen Tee am morgen. Und die Gewissheit, dass diesmal alles gut wird.

Wie kann ich da so sicher sein? Dass kann ich nicht! Aber ich kann es so planen, dass es mir Sicherheit gibt. Und das tue ich, akribisch und mit Plänen, mit Checklisten und mit der Selbstsicherheit einer Mutter, die nach zwei traumatischen Geburten einfach einmal die Erste sein will, die Ihr Kind in den Armen hält. Die Hoffnung, einmal eine spontane Geburt erleben zu dürfen nur ein kleiner Funke am Horizont. Ich erlaube es nicht aufzuflammen, doch löschen kann ich das Feuer nicht.

Wir sind also bald zu fünft. Fünf. Ich Gaube es erst wenn es soweit ist, noch so fern ist der Gedanke an den Süßen Duft eines Neugeborenen. Aber ich freue mich auf dieses Abenteuer. So richtig. Und auf die Zeit dazwischen auch. Baby 3.0, du wirst schon jetzt so sehr geliebt.

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